Konferenz:

Ich am Ende.
Am Ende Ich.

22. – 23. November 2018

#Horizonte18

Das spätmoderne Ich wird gestaltet, inszeniert und dabei im Kern angegriffen: Der Fortschritt in Genetik und Biomedizin führt dazu, dass wir uns in viel radikalerer Weise selbst »machen« und optimieren können, als wir das je für möglich gehalten hätten. Zugleich unterhöhlt Künstliche Intelligenz das menschliche Monopol auf geistige Höchstleistungen und kratzt damit nicht nur an unserem Selbstverständnis, sondern verursacht auch ganz handfeste Ängste um den eigenen identitätsstiftenden Job. Gesellschaftlich werden beide Entwicklungen von zunächst paradoxen Trends gerahmt: Einerseits scheinen westliche Gesellschaften unter dem Imperativ fortschreitender Individualisierung zu stehen. Andererseits sind wir konfrontiert mit zunehmender Kollektivierung in politisch-weltanschaulicher Hinsicht etwa in Form identitärer Bewegungen. Was also wird aus dem Ich zwischen all diesen Herausforderungen? Über dessen ungewisse Zukunft diskutieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler disziplinenübergreifend mit dem Hamburger Publikum.


Programm

Donnerstag

Freitag

22. Nov. 2018

Senatsempfang im Hamburger Rathaus


19:00

Eröffnung des Senatsempfangs anlässlich der Konferenz
Dr. Eva Gümbel
Staatsrätin der Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung

19:15

Einführung
Prof. Dr. Matthew Braham
Universität Hamburg, Philosophisches Seminar

19:30

Keynote & Gespräch
Die Fronten des Ich.



Prof. Dr. Hartmut Rosa
Friedrich-Schiller-Universität Jena, Institut für Soziologie

Moderation: Ijoma Mangold, Die Zeit

21:00

Get-Together

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News

Akteurinnen und Akteure

Susanne Biundo-Stephan

Matthew Braham

Lothar Dittmer

Markus Düwell

Eva Gümbel

Manuela Lenzen

Ijoma Mangold

Matthias Mayer

Reinhard Merkel

Julian Nida-Rümelin

Regina Oehler

Cem Özdemir

Michael Pauen

Brigitte Röder

Hartmut Rosa

Bettina Schöne-Seifert

Dennis J. Snower

Jochen Taupitz


Anmeldung

Info:Leider ist eine Anmeldung nicht mehr möglich. Die Veranstaltung ist bereits ausgebucht.


Veranstaltungsorte


Veranstalter

Hamburg Institute for Advanced Study (HIAS)

Das Hamburg Institute for Advanced Study soll als Wissenschaftskolleg eine hohe Ausstrahlungskraft für herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, aber auch für Künstlerinnen und Künstler entwickeln. Der interdisziplinäre Diskurs sowie der offene Austausch mit der Gesellschaft sind zwei zentrale Gründungs­prinzipien, die in der Konferenz »Hamburger Horizonte« sichtbar werden, bereits bevor das HIAS seine Tore öffnet.


Archiv

23.-24. November 2017

Zerfall von Ordnungen


Neue Nationalismen sind international auf dem Vormarsch, der Zerfall der EU scheint möglich, christlich-religiöse Bindungen lösen sich auf und die digitale Wende zersplittert die bekannten Arenen des öffentlichen Diskurses. Allenthalben scheinen sich traditionelle Ordnungen aufzu­lösen. Von kreativer Disruption kann dabei kaum die Rede sein, denn die neuen Ordnungen, die sich abzeichnen, sind oft alte Bekannte: Nationalismus, Autokratiemehr und Fundamenta­lismus. Deren Protagonisten wiederum nehmen für sich gerne in Anspruch, Ordnung überhaupt erst herzustellen. Vielfalt der Lebensstile und politischer Pluralismus gelten ihnen als Quelle von Unordnung und Chaos. Was ist Ordnung? Wann ist sie bedroht? Und welche (Un-)Ordnung wollen wir? Über den Zerfall von Ordnungen und mögliche Handlungsoptionen debattierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Disziplinen übergreifend mit Experten aus Wirtschaft, Kultur, Kirche und dem Hamburger Publikum. Auf fünf Podien ging es um »Erodierende politische Ordnungen«, »Die Sehnsucht nach Ordnung«, »Religion im Zerfall«, »Dystopien des Digitalen« und »Die Zerfalls­dynamik der Globalisierung«.

Alle Videos der Podien: https://hamburger-horizonte.de/videos2017/

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