Bedrohte Vielfalt

Wie sichern wir die Biodiversität?

Das Artensterben hat sich in den letzten Jahrzehnten drastisch beschleunigt. Die heutige Aussterberate liegt Schätzungen zufolge über dem 100-fachen des natürlichen evolutionären Artenverlustes. Menschlich verursachte Umweltbelastungen, unser hoher Flächenbedarf, der Einsatz von Pestiziden sowie die Einschleppung invasiver Arten führen zu einem dramatischen Rückgang der Artenvielfalt. Experten warnen vor den Auswirkungen dieser Katastrophe für die gesamte Menschheit.

Trotzdem wird das Artensterben in der Öffentlichkeit wenig wahrgenommen – es bringt keine sozialen Bewegungen auf die Straße und findet sich in politischen Debatten und Wahlprogrammen kaum wieder. In der “Konkurrenz der Katastrophen” kommt das stille Sterben offenbar nicht ganz so existenziell wie die Klimakrise und nicht ganz so akut und eilbedürftig wie Krieg und Pandemie daher.


Programm

Gespräch

5. Oktober 2023 | 19.00 Uhr

Forscher fragen: Anpassen oder Aussterben

Veranstaltung bereits stattgefunden

Online-Teilnahme möglich

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Kochkurs und Vortrag

10. Oktober 2023 | 17.00 Uhr

Ernährung und Artenvielfalt: Ein nachhaltiger Kochkurs und Vortrag

Ort: VHS-Zentrum Mitte,
Schanzenstraße 75,
20357 Hamburg

Veranstaltung bereits stattgefunden

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Führung

12. Oktober 2023 | 17.00 Uhr

Lebendige Botanik – Weltweite Pflanzendiversität in der Mitte von Hamburg

Ort: Loki-Schmidt-Garten,
Besuchereingang Ohnhorststraße,
22609 Hamburg

Veranstaltung bereits stattgefunden

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Workshop

16. Oktober 2023 | 16.00 Uhr

Grünes Campusleben: Biodiversität und natürliche Freiräume durch Urban Gardening

Ort: Wurzelwerk,
Von-Melle-Park 11,
20146 Hamburg

Veranstaltung bereits stattgefunden

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Führung und Workshop

16. Oktober 2023 | 18.00 Uhr

Lebendige Botanik – Bedrohte Diversität von Zieralgen in Hamburger Mooren

Ort: Institut für Pflanzenwissenschaften und Mikrobiologie,
Details werden nach Anmeldung mitgeteilt

Veranstaltung bereits stattgefunden

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Kurzvorträge

17. Oktober 2023 | 19.00 Uhr

Die Schönheit der Vielfalt

Ort: KörberHaus,
Holzhude 1,
21029 Hamburg

Veranstaltung bereits stattgefunden

Online-Teilnahme möglich

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Ringvorlesung

24. Oktober 2023 | 18.15 Uhr

Ringvorlesung zur Klimakrise: Einführung in das Thema Biodiversität

Ort: Audimax 1, Universität Hamburg,
Von-Melle-Park 4,
20146 Hamburg

Veranstaltung bereits stattgefunden

Online-Teilnahme möglich

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Führung

27. Oktober 2023 | 17.00 Uhr

Lebendige Botanik – Das Herbarium Hamburgense als Grundlage aktueller Biodiversitätsforschung

Ort: Institut für Pflanzenwissenschaften und Mikrobiologie (IPM),
Ohnhorststraße 18,
22609 Hamburg,
Treffpunkt: IPM Foyer

Veranstaltung bereits stattgefunden

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Gesprächskonzert

27. Oktober 2023 | 20.00 Uhr

Ohr zur Welt: Dominik Eulberg

Veranstaltung bereits stattgefunden

Online-Teilnahme möglich

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Führung

31. Oktober 2023 | 14.00 Uhr

Lebendige Botanik – Diversität von Nutzpflanzen als Voraussetzung für menschliches (Über)leben

Ort: Loki-Schmidt-Garten,
Besuchereingang Ohnhorststraße,
22609 Hamburg

Veranstaltung bereits stattgefunden

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Empfang und Gespräch

Hauptveranstaltung

1. November 2023 | 19.00 Uhr

"Bedrohte Vielfalt" - Senatsempfang anlässlich der Hamburger Horizonte 2023

Ort: Hamburger Rathaus,
Rathausmarkt 1,
20095 Hamburg

Veranstaltung bereits stattgefunden

für Gehörlose geeignet

Online-Teilnahme möglich

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Diskussion

Hauptveranstaltung

2. November 2023 | 19.00 Uhr

Wie retten wir die Artenvielfalt?

Veranstaltung bereits stattgefunden

Online-Teilnahme möglich

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Workshop

3. November 2023 | 18.00 Uhr

Recht und Rechtswirklichkeit im Artenschutz. Praxisbeispiele aus dem Berufsalltag

Ort: Museum der Natur Hamburg,
Zoologie,
Bundesstraße 52,
20146 Hamburg

Veranstaltung bereits stattgefunden

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Diskussion

Hauptveranstaltung

6. November 2023 | 19.00 Uhr

Artenschwund auf dem Acker

Veranstaltung bereits stattgefunden

Online-Teilnahme möglich

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Filmprojektion

7. November 2023 | 18.00 Uhr

„Natura Urbana. The Brachen of Berlin“

Ort: HIAS,
Mittelweg 161,
20148 Hamburg

Veranstaltung bereits stattgefunden

Sprache: Englisch / Deutsch

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Ringvorlesung

7. November 2023 | 18.15 Uhr

Ringvorlesung zur Klimakrise: Agrarökologie

Ort: Audimax 1, Universität Hamburg,
Von-Melle-Park 4,
20146 Hamburg

Veranstaltung bereits stattgefunden

Online-Teilnahme möglich

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Diskussion

8. November 2023 | 18.00 Uhr

Wege aus dem Artensterben. Was können Künste, Geistes- und Sozialwissenschaften zur Rettung der Biodiversität beitragen?

Ort: MARKK,
Rothenbaumchaussee 64,
20148 Hamburg

Veranstaltung bereits stattgefunden

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Führung

9. November 2023 | 18.00 Uhr

Ein forschender Blick auf die (bedrohte) Artenvielfalt unserer Welt

Ort: Museum der Natur Hamburg,
Zoologie,
Bundesstraße 52,
20146 Hamburg

Veranstaltung bereits stattgefunden

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Führung

10. November 2023 | 18.00 Uhr

Fliegende Schönheiten: Eine Führung durch die Welt der Schmetterlinge und Köcherfliegen

Ort: Museum der Natur Hamburg,
Zoologie,
Bundesstraße 52,
20146 Hamburg

Veranstaltung bereits stattgefunden

Sprache: Englisch / Deutsch

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Diskussion

Hauptveranstaltung

13. November 2023 | 19.00 Uhr

Das Tier und Wir

Veranstaltung bereits stattgefunden

Online-Teilnahme möglich

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Akteurinnen und Akteure

Nicole Aberle-Malzahn

Frank Adloff

Jacqui Allen

Hans Leo Bader

Daniel Bein

Katrin Böhning-Gaese

Johannes Büchs

Tanja Busse

Dominik Eulberg

Katharina Fegebank

Reinaldo Funes Monzote

Matthew Gandy

Lena Ganschow

Matthias Glaubrecht

Green Office

Danilo Harms

Hauke Heekeren

Emily Jones

Norbert Jürgens

Klara Kolhoff

Petra Lange-Berndt

Mojib Latif

Thea Lautenschläger

Karina Lucas Silva-Brandão

Michael Marahrens

Kim Mortega

Kathrin Muus

Bernd-Ulrich Netz

Thomas Paulsen

Petra Pinzler

Miriam Prys-Hansen

Myriam Rapior

Stephanie Rohde

Bahar Roshanai

Matthias Schultz

Petra Schwarz

Marcel Sebastian

Josef Settele

Sebastian Steinfartz

Tanja Straka

Marten Verch

Sophie von Redecker

Klaus von Schwartzenberg

Julia Voss

Iris Wenderholm

Wurzelwerk

Marwaa Zazai



#Horizonte23: Ringvorlesung zur Klimakrise - Einführung in das Thema Biodiversität

#Horizonte23: Ringvorlesung zur Klimakrise - Agrarökologie

#Horizonte23: Das Tier und Wir

Weitere Videos


Initiatoren

Der Anspruch, Wissenschaft und Gesellschaft in einen offenen Austausch zu bringen, eint die drei Initiatoren. Seit 2017 organisieren sie deshalb gemeinsam die „Hamburger Horizonte“, eine jährlich stattfindende Veranstaltungsreihe zu wechselnden Themen von besonderer gesellschaftlicher Relevanz.

Die „Hamburger Horizonte“ werden gemeinsam finanziert durch die Körber-Stiftung und die Universität Hamburg, die hierfür Mittel der Exzellenzstrategie von Bund und Ländern einsetzt. Ziel ist, mit der Veranstaltungsreihe den Wissensaustausch mit der Gesellschaft zu aktuellen Forschungsergebnissen zu unterstützen, die Sichtbarkeit und Vernetzung der Fellows am HIAS aus dem In- und Ausland während ihres Aufenthaltes in Hamburg zu fördern und zur Internationalisierung des Wissenschaftsstandortes Hamburg beizutragen. Das HIAS wird gefördert von der Behörde für Wissenschaft, Forschung, Gleichstellung und Bezirke der Freien und Hansestadt Hamburg (BWFGB) sowie der Freien und Hansestadt Hamburg im Rahmen der Exzellenzstrategie von Bund und Ländern.


Archiv

5. Oktober – 13. November 2023

Bedrohte Vielfalt


Das Artensterben hat sich in den letzten Jahrzehnten drastisch beschleunigt. Die heutige Aussterberate liegt Schätzungen zufolge über dem 100-fachen des natürlichen evolutionären Artenverlustes. Menschlich verursachte Umweltbelastungen, unser hoher Flächenbedarf, der Einsatz von Pestiziden sowie die Einschleppung invasiver Arten führen zu einem dramatischen Rückgang der Artenvielfalt. Experten warnen vor denmehr Auswirkungen dieser Katastrophe für die gesamte Menschheit. Trotzdem wird das Artensterben in der Öffentlichkeit wenig wahrgenommen – es bringt keine sozialen Bewegungen auf die Straße und findet sich in politischen Debatten und Wahlprogrammen kaum wieder. In der “Konkurrenz der Katastrophen” kommt das stille Sterben offenbar nicht ganz so existenziell wie die Klimakrise und nicht ganz so akut und eilbedürftig wie Krieg und Pandemie daher. Für funktionierende Ökosysteme ist der Erhalt der Artenvielfalt aber entscheidend, denn über die Nahrungsketten sind die Lebewesen aufeinander angewiesen. Welche Schlüsselarten verlieren wir aktuell? Mit welcher Dynamik schreitet die Entwicklung voran und was lässt sich prognostizieren? Wie der Klimawandel ist der Artenschwund eine globale Krise. Welche internationalen Abkommen brauchen wir, um die Vielfalt zu schützen? Und wie kann die nationale Umsetzung gelingen? Was muss sich in der Landwirtschaft ändern, um das Artensterben zu begrenzen und die Weltbevölkerung dennoch zu ernähren? Was verlieren wir nicht nur an Lebensgrundlage, sondern auch an ästhetischer Vielfalt mit dem Schwund zahlreicher Tier- und Pflanzarten? Und wie zukunftsfähig ist unser von Unterwerfung und Verwertungslogiken geprägter Umgang mit der Natur?

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19. Oktober – 22. November 2022

Freiheit in der Krise


Während der Pandemie ist die Freiheit als Grundrecht zum wohl häufigsten Debattenargument geworden - mal gegen, mal für staatliche Regulierungen. Angesichts des Ukrainekriegs ist sie dramatisch bedroht und steht auch als Frage der „Freiheits-Energien“ – d.h. einer von Autokratien unabhängigen Versorgung mit erneuerbaren Energien – auf der Agenda. Was heißt Freiheit und um wessen Freiheit geht es? Angesichtsmehr von existenziellen Krisen wie Krieg, Klimawandel und Pandemie überzeugt die knappe Definition von Freiheit als Nicht-Einmischung in die Angelegenheiten des Einzelnen nicht mehr ohne Weiteres. Stattdessen stellt sich die Frage nach dem Verhältnis von individueller zu kollektiver und zukünftiger Freiheit: Wo hört meine Freiheit auf, wo kann oder muss sie sogar mit Blick auf übergeordnete Werte eingeschränkt werden? Wie verhält sich individuelle Freiheit zu gesamtgesellschaftlicher Verantwortung? Darf die heute ausgelebte Freiheit des Konsums und des Ressourcenverbrauchs die Freiheit kommender Generationen begrenzen? Und welche Rolle spielt die Wissenschaft und deren Fähigkeit, Prognosen und Zukunftsszenarien zu liefern, als Basis rationaler Entscheidungen und damit auch als Grenze politischer Freiheit? Die Hamburger Horizonte 2022 fragten danach, was Freiheit heißt, wo die Autonomie des Individuums an die Grenzen der Freiheit der anderen stößt und wer wessen Freiheit wann und mit welchen Maßnahmen verteidigen muss. Ein Auftaktpodium im Rahmen eines Senatsempfangs im Hamburger Rathaus, drei Panels an drei Tagen und weitere Vorträge und Diskussionsveranstaltungen konkretisierten unterschiedliche Aspekte des Themas.

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18. – 19. November 2021

Bitte wenden!


Angesichts der immer deutlicher spürbaren, durch Menschen verursachten ökologischen Veränderungen scheint die Zeit der „Wenden“ gekommen zu sein: Begriffe wie Klima- oder Energiewende, Ernährungs- und Agrarwende, demografische Wende oder Verkehrswende bevölkern vermehrt die öffentliche Debatte. Die Dringlichkeit von umfassenden Veränderungen ist unverkennbar. Das spiegelt sich nicht nur in den zunehmendenmehr gesellschaftlichen wie wissenschaftlichen Auseinandersetzungen um die Frage der Nachhaltigkeit. Es zeigt sich auch in sozialen Bewegungen wie „Fridays for Future“, die durch ihre Proteste ins Bewusstsein rufen, dass mit Ressourcen und unserer natürlichen Mitwelt sorgsamer umgegangen werden muss, um katastrophale Entwicklungen zu vermeiden. Es muss sich also Vieles grundlegend ändern – aber wie? Welche Entwicklungen sollten ab- und umgewendet werden, und wie ließen sich diese Wenden steuern? Wie ist dabei das Verhältnis von politischer Regulierung und individueller Verantwortung zu gewichten? Sind grundsätzliche Änderungen von Gewohnheiten und gesellschaftlichen Leitbildern überhaupt möglich, und wie schafft man Akzeptanz dafür? Ist die Vorstellung einer politischen Machbarkeit von Wenden im globalen Maßstab überhaupt realistisch? Um diese Fragen anzugehen, sollen bei den „Hamburger Horizonten 2021“ das Zusammenspiel und auch die widersprüchlichen Dynamiken von tiefgreifenden gesellschaftlichen Neu-Ausrichtungen unter dem Gesichtspunkt ganzheitlicher sozialer, kultureller und technischer Gestaltung debattiert werden.

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19. – 20. November 2020

Europäisch sein


Krisen soweit das Auge blickt: Gewohnte Machtkonstellationen werden zunehmend fragil und geraten allerorten ins Wanken. Auch in Europa: Brexit, Renationalisierung, Schuldenkrisen und Sparpolitik; Vorwürfe der Überbürokratisierung, Intransparenz und fehlenden demokratischen Legitimation der EU. Immer mehr Menschen wenden sich von Europa ab. Die drängenden Herausforderungen der Gegenwart – Gesundheitspolitik,mehr Klimawandel, Artensterben, soziale Gerechtigkeit, Migrationsbewegungen sowie die Bekämpfung von Krieg, Hunger und die immer weiter fortschreitende Digitalisierung der Welt – erfordern Kooperation und Zusammenarbeit über nationale Grenzen hinaus. Zu beobachten sind aber, dies haben auch die Reaktionen auf die aktuelle Pandemie gezeigt, im Gegenteil mehr und mehr nationale Alleingänge. Die in diesem Zusammenhang so gebetsmühlenartig wie berechtigt aufgeworfenen Fragen – Wie können wir zur Einheit Europas (zurück)finden und gleichzeitig Vielfalt bewahren? Brauchen wir dafür mehr oder weniger europäische Integration? – führen jedoch auf grundsätzliche Fragen zurück: Was ist Europa jenseits der politischen und wirtschaftlichen Union? Was macht uns individuell, kollektiv, sozial und kulturell zu Europäer/innen oder in anderen Worten: Gibt es eine europäische Identität und wenn ja, wie sieht diese aus? Trifft „Identität“ überhaupt dasjenige, worum es geht, und sollte man nicht eher von kulturellen „Ressourcen“ Europas sprechen, aus denen wir schöpfen können? Auf welche Weise können wir überhaupt Europäer/innen sein und wie viel Europa steckt in uns? Welche Rollen spielen Krisen dabei? Lassen sie uns näher zusammenrücken oder entfernen sie uns voneinander? Europäische Identität ist nicht etwa ein immer schon Gegebenes. Sie muss über Gemeinsames und Verbindendes sowie den produktiven Umgang mit Trennendem und die Bewältigung gemeinsamer Herausforderungen hergestellt und mit Leben gefüllt werden, ohne dass es zur Nivellierung kultureller Unterschiede kommt. Das bedeutet allerdings, dass Europa seine Gestalt je nach Perspektive verändert. Gibt es also gar nicht „ein“ Europa?

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21. – 22. November 2019

Grenzenlos gesund?


Befragt man die Deutschen, welche Faktoren für ihre Lebensqualität entscheidend sind, landet einer regelmäßig auf Platz eins: Gesundheit! Gesundheit, so könnte man sagen, ist zwar nicht alles, aber ohne sie ist alles nichts. Wir wollen so lange so gesund wie möglich leben. Dieses Versprechen einzulösen und die Grenzen dessen zu erweitern, was bislang möglich und realistisch ist, ist die Wissenschaft angetreten.mehr Biotechnologie und Digitalisierung sind dabei die entscheidenden Agenten und Hoffnungsträger für zukünftige Grenzverschiebungen. Auf der anderen Seite sind es gerade die offenen Grenzen, die zu neuen gesundheitlichen Herausforderungen werden, denn die Globalisierung schickt nicht nur Menschen und Güter auf Weltreise, sondern auch Krankheiten. Welche Infektionen werden uns zukünftig bedrohen und wie werden wir sie bekämpfen können? Und schließlich gilt es unter Bedingungen von Knappheit einen weiteren Grenzverlauf zu diskutieren, nämlich den zwischen dem Wünschbaren und dem Machbaren. Welche Gesundheit wollen und können wir uns leisten und welche Solidarität schulden wir nicht nur der Nation, sondern auch der Weltgemeinschaft? Grenzen und Grenzverschiebungen in der Gesundheit sind nicht nur eine der »grand challenges« für die Wissenschaft, sondern auch zwingend Gegenstand einer gesellschaftlichen Verständigung darüber – die Hamburger Horizonte 2019 stellen sich ihr!

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22. – 23. November 2018

Ich am Ende. Am Ende Ich.


Das spätmoderne Ich wird gestaltet, inszeniert und dabei im Kern angegriffen: Der Fortschritt in Genetik und Biomedizin führt dazu, dass wir uns in viel radikalerer Weise selbst »machen« und optimieren können, als wir das je für möglich gehalten hätten. Zugleich unterhöhlt Künstliche Intelligenz das menschliche Monopol auf geistige Höchstleistungen und kratzt damit nicht nur an unserem Selbstverständnis,mehr sondern verursacht auch ganz handfeste Ängste um den eigenen identitätsstiftenden Job. Gesellschaftlich werden beide Entwicklungen von zunächst paradoxen Trends gerahmt: Einerseits scheinen westliche Gesellschaften unter dem Imperativ fortschreitender Individualisierung zu stehen. Andererseits sind wir konfrontiert mit zunehmender Kollektivierung in politisch-weltanschaulicher Hinsicht etwa in Form identitärer Bewegungen. Was also wird aus dem Ich zwischen all diesen Herausforderungen? Über dessen ungewisse Zukunft diskutierten auf drei Podien (»Das überflüssige Ich«, »Das optimierte Ich« und »Das kollektivierte Ich«) Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler disziplinenübergreifend mit dem Hamburger Publikum.

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23. – 24. November 2017

Zerfall von Ordnungen


Neue Nationalismen sind international auf dem Vormarsch, der Zerfall der EU scheint möglich, christlich-religiöse Bindungen lösen sich auf und die digitale Wende zersplittert die bekannten Arenen des öffentlichen Diskurses. Allenthalben scheinen sich traditionelle Ordnungen aufzu­lösen. Von kreativer Disruption kann dabei kaum die Rede sein, denn die neuen Ordnungen, die sich abzeichnen, sind oft alte Bekannte:mehr Nationalismus, Autokratie und Fundamenta­lismus. Deren Protagonisten wiederum nehmen für sich gerne in Anspruch, Ordnung überhaupt erst herzustellen. Vielfalt der Lebensstile und politischer Pluralismus gelten ihnen als Quelle von Unordnung und Chaos. Was ist Ordnung? Wann ist sie bedroht? Und welche (Un-)Ordnung wollen wir? Über den Zerfall von Ordnungen und mögliche Handlungsoptionen debattierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Disziplinen übergreifend mit Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Kultur, Kirche und dem Hamburger Publikum. Auf fünf Podien ging es um »Erodierende politische Ordnungen«, »Die Sehnsucht nach Ordnung«, »Religion im Zerfall«, »Dystopien des Digitalen« und »Die Zerfalls­dynamik der Globalisierung«.

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